Anika Müller wirft einen Blick zurück auf ihr Freiwilliges Soziales Jahr

Artikel vom TTVWH

Im Zuge der Suche und Stellenausschreibung neuer Freiwilligen starten wir eine kleine Serie mit unseren ehemaligen FSJ-Mitarbeiter/-innen. Marco Bebion stellte jeweils die Fragen an die Ehemaligen und erhielt von einigen unterschiedliche Rückmeldungen. Bereits 23 Freiwillige absolvierten ein FSJ beim TTVWH. Eventuell hilft es den neuen Bewerbern einen besseren Blick über das FSJ zu erhalten.

Frage: Erinnerst du dich noch an die Zeit beim TTVWH? Beschreibe uns doch kurz deine ausgeführten Aufgaben, sowie ein Ereignis, welches dir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Zeit beim TTVWH. Das erste Mal sozusagen einen Einblick ins Berufsleben zu bekommen nach 12 Jahren Schule ist glaube ich immer etwas Besonderes. Ich habe während meiner FSJ-Zeit vor allem die praktischen Aufgaben sehr genossen. Verschiedene Vereine kennenzulernen, mit unterschiedlichen Trainingsgruppen zu arbeiten, einzelne große und kleinere Aktionstage zu organisieren und durchzuführen – das hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Ich bin total viel rumgekommen, habe viele neue Leute kennengelernt – mit einigen habe ich heute noch Kontakt oder man trifft sich auf verschiedenen Turnieren wieder.

Das Ereignis, dass mich persönlich wohl am meisten geprägt hat, war der Kooperationstag zwischen der Gustav-Werner-Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche und der Rosenschule in Zuffenhausen. Es war toll zu sehen, wie die behinderten und nicht-behinderten Schülerinnen und Schüler mit einander umgegangen sind und gemeinsam Sport gemacht haben. Dieser Aktionstag und die Schul-AG an der Gustav-Werner-Schule allgemein, haben mir bei meiner Studiums Wahl sehr geholfen.

Frage: In welcher Form bist du heute der Sportart verbunden oder führst du noch Tätigkeiten im Verein/Bezirk/Verband aus?

Ich spiele selbst noch immer aktiv in Frickenhausen Tischtennis. Außerdem gebe ich zurzeit Jugendtraining sowohl in Frickenhausen als auch in Schorndorf. Doch die hauptsächliche Zeit im Tischtennis verbringe ich im Moment im Behindertensportbereich. Seit 1 ½  Jahren darf ich als Co-Trainerin im Landeskader Tischtennis des Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands bei Lehrgängen und Turnieren dabei sein. Diese Arbeit macht mir großen Spaß und ich lerne jedes Mal wieder etwas Neues.

Frage: Die Jahre vergehen und das FSJ war meist der Einstieg in das Berufs- oder Studentenleben, welchen beruflichen/studentischen Weg bist du eingeschlagen?

Zurzeit studiere ich an der PH Ludwigsburg Lehramt Sonderpädagogik (mittlerweile im Masterstudiengang). Wie bereits erwähnt, hat die Arbeit an der Gustav-Werner-Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche diesen Berufswunsch in mir geweckt. Ich hoffe, in zwei Jahren mein Studium abschließen und ins Schulleben einsteigen zu können.

persönliche Anmerkung von Anika Müller:

Ein FSJ, gerade auch im sportliche Bereich, kann ich jedem wirklich empfehlen. Gerade wenn man noch nicht genau weiß, wo es beruflich hingehen soll, kann einem das FSJ in einem Bereich, in dem man sowieso Spaß hat, zum einen nochmal ein Jahr Zeit geben, um sich berufliche und für das vielleicht folgende Studium zu orientieren, und zum anderen auch noch einmal neue Erfahrungen zu sammeln, die einem im späteren Studium und Berufsleben durchaus nützliche sein können. Foto links: Anika beim Kooperationstag mit der Gustav-Werner-Schule in Zuffenhausen

Fragen: Marco Bebion

Antworten: Anika Müller

Fotos: privat | TTVWH