Drei Wünsche erfüllt

Von Marco Steinbrenner —

Tischtennis: Lea Lachenmayer für Top-12-Rangliste qualifiziert

Lea Lachenmayer vom TTC Frickenhausen präsentierte sich beim Top-24-Bundesranglistenturnier in bestechender Form und qualifizierte sich für das Top 12. Foto: Steinbrenner

„Ich möchte gut spielen, Spaß haben und mich für das Top-12-Bundesranglistenfinale qualifizieren“, hatte Lea Lachenmayer, Tischtennis-Talent des TTC Frickenhausen, vor ihrer Teilnahme am Top-24-Bundesranglistenturnier am vergangenen Wochenende in Dillingen an der Donau verkündet. Die drei Wünsche erfüllte sich die 13-Jährige in beeindruckender Art und Weise selbst. Lachenmayer verpasste als Vierte nur knapp den Sprung auf das Siegerpodest und löste souverän das Ticket zur Top- 12-Teilnahme am 16. und 17. Februar 2019 in Lehrte.

In einer starken Vorrundengruppe sorgte das TTC-Eigengewächs gleich von Beginn an für positive Schlagzeilen. Nach dem überraschend deutlichen 3:0-Auftaktsieg gegen Jele Stortz (DJK Offenburg) setzte sich die Abwehrspielerin auch gegen die spätere Turniergewinnerin Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor) trotz eines zwischenzeitlichen 1:2-Satzrückstandes noch mit 11:7 im fünften Abschnitt durch. Für Pranjkovic war es die einzige Niederlage.

Doch damit nicht genug: Auch im Duell mit Defensivspezialistin Sarah Rau (SC Niestetal) gab sich Lea Lachenmayer keine Blöße und siegte mit 3:0. Nach dem Drei-Satz-Erfolg gegen Maxi Langschwager (SV Nord-West Rostock) verspielte die Nachwuchshoffnung aus Frickenhausen den Gruppensieg in der letzten Begegnung aufgrund einer 1:3-Niederlage gegen Mia Griesel (TSV Lunestedt). Bedingt durch das schlechtere Satzverhältnis im Vergleich zu Naomi Pranjkovic landete Lachenmayer trotz alledem auf einem immer noch sehr guten zweiten Platz.

Für das nächste Ausrufezeichen wurde direkt zu Beginn der Hauptrunde gesorgt. Gegen Top-48-Siegerin Laura Kaim (TTC Seligenstadt) triumphierte Lea Lachenmayer in fünf Sätzen. Auf dem Weg in das Endspiel wurde sie allerdings in der Vorschlussrunde von Katharina Bondarenko-Getz (SV Schott Jena) gestoppt. Im fünften Durchgang setzte sich die Thüringerin mit 11:7 durch.

Die anschließende Partie um Bronze verlor Lachenmayer gegen Annett Kaufmann (TTC Bietigheim-Bissingen) in drei Sätzen. Die Enttäuschung, so knapp eine Medaille verpasst zu haben, war jedoch nur von kurzer Dauer. „Die Freude, beim Top 12 mitspielen zu dürfen, überwiegt“, sagte das TTC-Talent.