Doppeltes „Pokerface“ ganz stark

Am letzten Wochenende vertraten Lea Lachenmayer und Kristin Timmann die Vereinsfarben bei der TTVWH Endrangliste der Damen in Stuttgart. Lea hatte sich hierfür durch einen souveränen Turniersieg beim TTVWH TOP 40-Turnier vor drei Wochen in Rottweil qualifiziert, Kristin war wegen der sehr guten Ranglistenergebnisse im Vorjahr vornominiert. Die ersten acht von 23 Spielerinnen konnten sich hier für die Baden-Württ. Rangliste am 14. Juli in Viernheim qualifizieren.

Lea hatte eine sehr ausgeglichen starke Vorrundengruppe erwischt. Sie startete mit zwei knappen Matches ins Turnier, beide Spiele konnte Sie im fünften Satz jeweils nach einem deutlichen Rückstand noch mit 11:9 gewinnen. Originalton von Betreuerin Anika Müller: „Wie kann man mit 13 Jahren nur so cool sein!“ In größter Bedrängnis hatte Lea am Schluss jeweils absolut fehlerfrei abgewehrt und kurze Schwächen der Gegnerinnen mit traumhaft sicheren Angriffsschlägen ausgenutzt. Nach zwei weiteren diesmal sicheren Siegen ging es im letzten Gruppenspiel gegen die Regionalligaspielerin Ellen Wohlfahrt (SB Stuttgart) um den Gruppensieg. Kurzes Fazit: Lea spielte gut gespielt, verlor aber das Duell.

Ganz anders der Verlauf bei Kristin. Nach einem Fehlstart gegen Landesklassenspielerin Daniela Fetzer (TGV Abstatt) ging es zunächst mit zwei Siegen weiter bis ihr Schläger vom Schiedsgericht wegen 0,2 Millimeter für „zu dick“ befunden wurde, weil er sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit in der Halle ausgedehnt hatte. Der absolut gleichartige Ersatzschläger wurde ebenfalls kontrolliert und war deutlich im Normbereich. Mit dem Ersatzschläger gab es eine so nicht eingeplante Niederlage gegen die spätere Zweitplatzierte Ramona Betz (SB Stuttgart). Im letzten Spiel musste dann ein 3:0-Sieg her, um in der Zwischenrunde um die Plätze 5 – 12 zu spielen. Und es wurde mit dem draußen „abgekühlten“ und vom Schiedsgericht nachgeprüften und für in Ordnung befundenen Schläger eine Punktlandung, Kristin wurde wegen des besseren Ballverhältnisses vor Fetzer Dritte.

In der Zwischenrunde waren Lea und Kristin dann in der gleichen Gruppe und durften im ersten Spiel gleich gegeneinander antreten. Ohne Betreuer hatten die beiden einen Nichtangriffspakt geschlossen und spielten die Bälle nur hin und her, hin und her ….. . Natürlich mussten es fünf Sätze sein,  Kristin gewann dieses Match.

Das Ergebnis war dann richtungsweisend. Lea konnte noch ein Spiel gewinnen und  wurde letztlich gute Zehnte. Kristin zog mit stoischer Ruhe nacheinander drei Angriffsspielerinnen bis zur Regionalliga den Zahn und belegte einen so absolut nicht erwarteten starken fünften Platz.

Fazit: zwei sehr junge Spielerinnen mit Pokerface ganz stark, weiter so. Spätestens bei der BaWü-Rangliste in drei Wochen kann Lea nochmal zeigen, was sie kann. Kristin ist da schon im Urlaub.