Lea kurzfristig für die Deutschen Jugendmeisterschaften nominiert

Von Marco Steinbrenner

Berlin. Am vergangenen Freitag um 8 Uhr klingelte plötzlich bei Lea Lachenmayer das Telefon. Verbandstrainerin Evelyn Simon überbrachte dem Tischtennis-Talent des TTC Frickenhausen die freudige Nachricht, kurzfristig für die deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin nachnominiert worden zu sein. Jele Stortz (DJK Offenburg) hatte krankheitsbedingt absagen müssen. Nach der Befreiung von einer Schulstunde ging es noch am Mittag in die Bundeshauptstadt. „So kurzfristig bin ich noch nie zu einem Turnier gefahren“, verriet die 13-Jährige nach der „spontanen, aufregenden und anstrengenden Aktion“.

Auch wenn die Abwehrspielerin in der Einzel-Konkurrenz mit einem Sieg und zwei Niederlagen die Vorrunde als Drittplatzierte nicht überstand, fiel das Fazit keinesfalls negativ aus. „Ich bin total zufrieden mit meinen Leistungen“, sagte das Eigengewächs. Gegen Layla Eckmann (TTC Mühlheim-Urmitz/Bahnhof) reichte es zu einem 3:2-Sieg. Pech hatte Lachenmayer gegen die deutsche Schülermeisterin Leonie Berger (Borussia Düsseldorf), dass eine 6:3-Führung im fünften Satz nicht zum Sieg reichte. Gegen die spätere Silbermedaillengewinnerin Gaia Monfardini (TTC GW Staffel) bestand keine Siegchance.

In der Doppel-Konkurrenz starteten Lea Lachenmayer und Emma Noha (TuS Fürstenfeldbruck) mit einem 3:2-Erfolg, der fünfte Abschnitt wurde mit 12:10 siegreich beendet, gegen Tabea Braatz/Sarah Uecker (Hannover 96/TTZ Sponeta). Im Achtelfinale lag gegen die späteren deutschen Überraschungs-Meisterinnen, Ann-Marie Dahms/Sina Henning (ESV Prenzlau/Reinickendorfer Füchse Berlin), eine Überraschung in der Luft. Nach einer starken Vorstellung unterlagen Lachenmayer/Noha im entscheidenden Durchgang jedoch mit 8:11.