Tabellendritter TTC OE Bad Homburg gastiert in der Sporthalle auf dem Berg

Der Countdown läuft: Wenn der TTC Shakehands Frickenhausen am kommenden Sonntag, 18. März
2018, um 15 Uhr in der Sporthalle auf dem Berg im Erich-Scherer-Zentrum Frickenhausen als
Tabellenvierter der Zweiten Tischtennis-Bundesliga gegen den unmittelbaren Vordermann TTC OberErlenbach
Bad Homburg antritt, ist dies das vorletzte Bundesliga-Heimspiel der „Täles-Truppe“.
Bekanntlich hatten die Schwaben am vergangenen Freitag bekanntgegeben, dass sie sich aus
finanziellen Gründen nach 34 Jahren in der Ersten und Zweiten Bundesliga aus dem Profisport
zurückziehen.
„Das ist eine brutale Entscheidung und tut uns allen in der Seele weh!“, gestand Manager Jürgen „Max“
Veith niedergeschlagen, aber das Präsidium des TTC Shakehands Frickenhausen hatte die
Entscheidung einstimmig getroffen. „Mit Namenssponsor Shakehands und der Firma OSG brechen uns
zwei Großsponsoren weg, außerdem ziehen sich auch mehrere kleinere Partner zurück – da ist an
Bundesliga-Tischtennis nicht mehr zu denken“, lautete die Begründung der Verantwortlichen.
„Es ist schade drum, wir alle hatten mehrere schlaflose Nächte“, so Veith, „und es tut uns sehr leid um
unsere treuen Zuschauer, die künftig in Frickenhausen keinen hochklassigen Tischtennis-Sport mehr
sehen können.“ Am Sonntag kommt also der Tabellendritte aus Hessen, der mit 17:11 Punkten nur
knapp hinter dem Spitzenduo 1. FC Saarbrücken II (20:8) und BVB Borussia Dortmund (18:14) liegt. Nur
einen Minuspunkt hinter Bad Homburg, aber auch mit einer Partie in Rückstand, rangiert der TTC
Shakehands Frickenhausen (14:12) auf dem vierten Platz.
Die Homburger kommen mit ihrem schwedischen Spitzenspieler Harald Andersson (26), der von BTK
Halmstad nach Ober-Erlenbach wechselte. Er trainiert regelmäßig mit seinen Landsmännern Kristian
Karlsson und Anton Källberg von Rekordmeister Borussia Düsseldorf in dessen Leistungszentrum und
steuerte im November beim 6:1-Kantersieg gegen Frickenhausen drei Punkte bei. Im Doppel blieb er
mit seinem ungarischen Partner Nandor Ecseki (21) gegen Liang Qiu/Hibiki Tazoe mit 3:0 siegreich und
seine beiden Einzel gewann er gegen Liang Qiu (3:1) und Diogo Chen (3:0) jeweils sicher. Bad Homburgs
Publikumsliebling und Nummer 3, der Inder Sanil Shetty (28), punktete mit Dominik Scheja (21) im
Doppel – der Deutsche ist an Position fünf aufgestellt – beim 3:1 gegen Diogo Chen/Maikel Sauer und
dem 3:2 über Konstantinos Angelakis. Lediglich die Nummer vier, der Slowake Valuch (21), konnte
nicht gewinnen, seine 0:3-Niederlage gegen Hibiki Tazoe bedeutete damals den „Ehrenpunkt“ für die
Gäste aus Württemberg.
Das Team aus dem Hessischen konnte bislang in fremden Hallen zwei Siege (6:2 in Mainz und 6:4 in
Passau) einfahren, dazu zwei Unentschieden in Hamm und Köln. Außerdem setzte es auswärts drei
Niederlagen: In Dortmund (1:6), Hilpoltstein (3:6) und Jülich (4:6). Trainer Gao Xiaojun und Manager
Jo Herrmann haben als Saisonziel „Mittelfeld“ angegeben – das aktuell deutlich übertroffen wird. Zwar
gab es zuletzt vier Spiele ohne Sieg, aber am Vorabend der Partie in Frickenhausen gastiert in einer
verlegten Begegnung der Siebte TTC GW Bad Hamm in der Wingert-Sporthalle, da soll der Knoten
wieder platzen.
In wie weit sich die Doppelbelastung dann am Sonntag im Neuffener Tal zugunsten des TTC
Shakehands auswirkt, bleibt abzuwarten. „Wir wollen uns auf jeden Fall für die 1:6-Schlappe in der
Vorrunde revanchieren“, gibt „Max“ Veith die klare Marschroute aus, und ist der Ansicht, dass die
Mannschaft durch den Tausch von Hibiki Tazoe (in der Rückrunde jetzt auf Position zwei) und Liang
Qiu (jetzt Nummer drei) stärker geworden ist. „Ich erhoffe mir bei diesem vorletzten Spiel in der
Bundesliga noch einmal zahlreiche Zuschauer, die lautstark für eine tolle Stimmung in der Sporthalle
auf dem Berg sorgen“, appelliert „Max“ Veith an die Fans. „Die Jungs sind hoch motiviert und werden
noch einmal alles geben.“ Als zusätzlichen Anreiz für einen Besuch in der Sporthalle auf dem Berg
bietet er wieder an, dass jeder Sport treibende Verein, egal ob aus dem Tischtennis oder einer anderen
Sportart, der mit mindestens zehn Personen in die Halle kommt, freien Eintritt erhält. Interessierte
Vereine sollten sich lediglich per E-Mail (geschaeftsstelle@ttc-frickenhausen.de) anmelden.
Eine Woche später, am 25. März, erfolgt dann das letzte Heimspiel des TTC Shakehands Frickenhausen
in der Bundesliga. Gegner beim schmerzvollen Kehraus ist der TTC Fortuna Passau, von einigen
Experten vor der Saison als Meisterschaftstipp hoch gehandelt. Mit Wehmut denken Jürgen Veith und
das Präsidium schon jetzt an diesen Tag – und auch an die zahlreichen und langjährigen Helferinnen
und Helfer, von denen viel von Anfang an dabei gewesen sind. „Ihnen allen gilt für ihr Engagement ein
großes Dankeschön, ebenso den zahlreichen Partnern, die uns jahrzehntelang unterstützt haben.“