Vierter Saisonsieg des TTC Shakehands Frickenhausen: Verdientes 6:1 gegen Schlusslicht 1. FC Köln

Gründlich vermasselt hat der TTC Shakehands Frickenhausen am Faschingssonntag dem 1. FC Köln den
Karneval: Gegen das Schlusslicht der zweiten Tischtennis-Bundesliga gewann das Täles-Team mit 6:1
und kletterte mit seinem vierten Saisonsieg auf den sechsten Tabellenplatz.
So deutlich, wie es das Endergebnis auszudrücken scheint, war die Begegnung in der Sporthalle auf
dem Berg im Erich-Scherer-Zentrum aber bei Leibe nicht – immerhin stand der hochverdiente Heimsieg
der Frickenhausener erst nach drei Stunden Spielzeit fest. Aber: „Ich bin sehr zufrieden, denn meine
Mannschaft hat bis zum Schluss konzentriert gespielt und jeder hat seine Leistung gebracht“, lautete
das Fazit von TTC-Chef-Coach Derd Soos. Das sei in der Vergangenheit gegen Köln nicht immer so
gewesen, musste man doch auch schon nach deutlicher Führung noch einen oder gar beide Punkte
abgeben. „Aber heute hat uns das 2:0 nach den Doppeln schon ein bissle Ruhe verschafft“, so Soos.
„Besonders hat mich der 3:1-Erfolg von Liang Qiu gegen Björn Helbing gefreut, er hat sich wieder
stabilisiert.“ Der 31-jäöhrige Helbing war immerhin schon einmal Dritter im Doppel bei den
„Deutschen“. An der Seite des wieder genesenen Japaners Hibiki Tazoe siegte Liang Qiu auch im
Doppel (3:0 gegen Robin Malessa/Gianluca Walther) und steuerte einen weiteren Zähler zum 6:1-Sieg
bei.

Einmal mehr überragend präsentierte sich der 21 Jahre junge Portugiese Diogo Chen, der mit
Konstantinos Angelakis im Doppel sowie in seinen Einzeln gegen Kölns Nummer 2, Lennart Wehking
(3:1), und Spitzenmann Albertro Minos (3:1) punktete. „Minos kam immerhin mit einer 16:6-Bilanz
und als dritterfolgreichster Spieler der Liga nach Frickenhausen – und hat heute beide Einzel verloren“,
zollte TTC-Ehrenpräsident Rolf Wohlhaupter-Hermann Diogo Chen und seiner Nummer 2, Hibiki Tazoe
– er bezwang den Mann aus Ekuador ebenfalls mit 3:1 – höchste Anerkennung. Insgesamt, so lobte
„RWH“ das TTC-Team, „war das eine tolle Leistung!“

Naturgemäß nicht so begeistert vom Spiel zeigte sich Dirk Huber. Der Trainer der „Geißböcke“ war,
nach einem Kommentar zur Niederlage gefragt, zunächst sprachlos: „Was soll ich sagen? Das war
unsere bisher klarste Niederlage in dieser Saison“, und verwies darauf, dass man bisher fünf
Unentschieden und fünf knappe Niederlagen zu verzeichnen hatte. Lediglich in Bad Homburg (2:6) und
jetzt gegen den TTC Shakehands endeten die Matches mit deutlicheren Resultaten. Huber weiter:
„Meine Jungs können schon besser spielen, als sie heute gezeigt haben, aber sie sind zurzeit alles in
allem einfach am Limit.“ Gegen die „Fremdenlegionäre“ der Liga sei sein Team zu schwach, „wir haben
nur einen Profi, der Rest arbeitet in Vollzeit oder studiert, da steht das Training oft hintenan“.
Köln hat mit 5:19 Zählern nun sechs Punkte Rückstand auf den rettenden achten Platz (Mainz, 11:15
Punkte), davor rangiert noch Jülich (7:17). „Wir haben uns in Köln dazu entschieden, den Quatsch mit
den Vollprofis nicht mit zu machen – nun werden wir in der nächsten Saison wohl wieder Dritte Liga
spielen.“ Die Spieldauer von drei Stunden aber belege, „die Jungs haben sich nach Kräften gewehrt“.
Die über 100 Zuschauer jedenfalls gingen zufrieden nach Hause, hatten sie doch eine interssante Partie
mit tollen Ballwechseln gesehen. Schlusswort von Derd Soos: „In Mainz rechne ich mir jetzt ebenfalls
etwas aus, wir können uns in dieser sehr ausgeglichenen Liga gut behaupten!“ Für den TTC Shakehands
Frickenhausen folgen nun zwei Auswärtsspiele: Am 24. Februar das bereits erwähnte Gastspiel in
Mainz und am 11. März in Saarbrücken. Eine Woche später (18. März) sind Liang Qiu und Co. dann
wieder in einem Heimspiel zu sehen, wenn der aktuelle Tabellenzweite und hoch gehandelte
Meisterschaftsfavorit TTC OE Bad Homburg seine Visitenkarte im Täle abgibt.

TTC Shakehands Frickenhausen – 1. FC Köln 6:1
Chen / Angelakis – Mino / Wehking 3:2 (7:11, 11:7, 11:6, 10:12, 11:8); Tazoe / Qiu – Malessa / Walther
3:0 (11:8, 11:5, 11:8); Diogo Chen – Lennart Wehking 3:1 (11:5, 13:15, 11:6, 11:5); Hibiki Tazoe –
Alberto Mino 3:1 (7:11, 11:4, 11:9, 11:5); Liang Qiu – Björn Helbing 3:1 (9:11, 11:5, 12:10, 11:6);
Konstantinos Angelakis – Gianluca Walther 1:3 (5:11, 11:9, 8:11, 6:11); Diogo Chen – Alberto Mino 3:1
(8:11, 12:10, 12:10, 11:6).