TTC Shakehands Frickenhausen schlägt den BVB Borussia Dortmund mit 6:3

Zuerst gab es Aufregung, weil Hibiki Tazoes Schläger um 0,6 Millimeter zu dick war, danach freilich
„marschierte“ der TTC Shakehands Frickenhausen: Mit 6:3 bezwangen die Gastgeber am Sonntag in
der Sporthalle auf dem Berg den Tabellen-Vierten BVB Borussia Dortmund und rehabilitierten sich
damit eindrucksvoll für die 1:6-Pleite vor einer Woche in Bad Homburg. „Das war eine SuperVorstellung!“,
lobte Manager Jürgen „Max“ Veith seine Truppe.
Mit nunmehr 7:7 Punkten bleibt der TTC zwar auf dem siebten Rang in der Tabelle der Zweiten
Tischtennis-Bundesliga, aber bis zum Dritten Saarbrücken hat er lediglich einen Pluspunkt Rückstand.
„Jetzt stehen in der Vorrunde nur noch die beiden Auswärtsspiele in Köln und Hilpoltstein aus, und
unser Ziel ist es, mit einem positiven Punktekonto in die Rückrunde im Januar zu gehen“, verriet der
TTC-Manager seinen Weihnachtswunsch.
Das 6:3 gegen die Borussen war der dritte Heimerfolg des TTC Shakehands Frickenhausen in Folge (bei
einem Unentschieden gegen Saarbrücken und einer Niederlage gegen Passau. „Heute war mit über
200 Zuschauern auch die Tribüne gut gefüllt, und die Fans haben wieder ein packendes Match zu sehen
bekommen.“ Das Schlüsselspiel war für „Max“ Veith der überraschend deutliche 3:0-Sieg von Liang
Qiu gegen den Dortmunder Spitzenmann Bence Majoros, „das ist ein ganz dicker Brocken“. Der Ungar
war mit einer Bilanz von 8:6 Siegen ins Erich-Scherer-Zentrum nach Frickenhausen gekommen, Liang
Qiu hatte dagegen 2:9 zu Buche stehen. „Das habe ich nicht erwartet, dass Majoros gegen Qiu verliert,
schließlich wies er eine deutlich bessere Bilanz auf“, haderte denn auch BVB-Spielertrainer Wencheng
Qi mit seinem Crack, „der heute einfach nicht so gut gespielt hat.“
Mit 11:9, 11:9 und 11:5 fertigte Liang Qiu den Dortmunder ab und brachte damit seinen TTC mit 3:1 in
Front. Zuvor konnten die Hausherren aus den beiden Doppeln wenigstens einen Punkt holen, weil Qiu
und Tazoe das Ungarn-Duo Majoros/Szudi mit 11:7, 11:4, 10:12 und 11:9 niederhielten („Max“ Veith:
„Das war ganz wichtig, dass im Doppel ein Punkt kam“). Auch Diogo Chen punktete für Frickenhausen,
hatte aber gegen die BVB-Nummer 2 Erich Bottroff wesentlich mehr Mühe als erwartet. Mit 3:2 (11:6,
11:5, 9:11, 7:11, 11:9) gewann er jedoch klarer als es das Ergebnis ausdrückt.
Der 21-jährige Tazoe erhöhte nach der Pause auf 4:1, als er den doppelt so alten Evgeny Fadeev mit
3:0 (11:3, 17:15, 14:12) niederhielt. „Was Tazoe spielt, ist der Wahnsinn“, befand TTC-Ehrenpräsident
Rolf Wohlhaupter-Hermann, „oft hat man den Eindruck, er spielt mit seinem Gegner und kann immer
noch eine Schippe drauflegen, wenn es nötig ist. Es wird Zeit, dass er im vorderen Paarkreuz spielt“
Nach dem 0:3 von Konstandinos Angelakis gegen Adam Szudi brachte Diogo Chen den TTC Shakehands
auf die Siegerstraße, als er Majoros mit 3:1 besiegte. In einem spannenden und umkämpften Match
hatte Liang Qiu gegen Bottroff knapp mit 2:3 das Nachsehen (8:11, 11:2, 9:11, 11:7, 7:11), doch weil
zu gleicher Zeit am Nebentisch Hibiki Tazoe den Ungarn Adam Szudi sicher mit 3:0 besiegte, war diese
Niederlage zu verschmerzen – Tazoes Punkt bedeutete den 6:3-Erfolg der Hausherren. Wencheng Qi
war damit naturgemäß nicht zufrieden: „Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.“
Das nächste Spiel des TTC Shakehands Frickenhausen findet am Sonntag, 3. Dezember 2017, um 14
Uhr beim 1. FC Köln statt. Zum Abschluss der Vorrunde gastiert das Tälesteam eine Woche später (10.
Dezember, 14 Uhr) dann beim TV 1879 Hilpoltstein. In eigener Halle können die Fans des TTC ihre
Mannschaft erst wieder am 4. Februar 2018 (15 Uhr) ebenfalls gegen Hilpoltstein unterstützen.

TTC Shakehands Frickenhausen – BVB Borussia Dortmund 6:3
Qiu / Tazoe – Majoros / Szudi 3:1 (11:7, 11:4, 10:12, 11:9); Chen / Angelakis – Bottroff / Fadeev 2:3
(9:11, 11:9, 11:5, 9:11, 4:11); Diogo Chen – Erik Bottroff 3:2 (11:6, 11:5, 9:11, 7:11, 11:9); Liang Qiu –
Bence Majoros 3:0 (11:9, 11:9, 11:5); Hibiki Tazoe – Evgeny Fadeev 3:0 (11:3, 17:15, 14:12);
Konstantinos Angelakis – Adam Szudi 0:3 (6:11, 6:11, 7:11); Diogo Chen – Bence Majoros 3:1 (9:11,
11:8, 11:9, 11:5); Liang Qiu – Erik Bottroff 2:3 (8:11, 11:2, 9:11, 11:7, 7:11), Hibiki Tazoe – Adam Szudi
3:0 (11:6, 11:7, 11:4).