Maikel Sauer stellt den 6:4-Erfolg des TTC Shakehands Frickenhausen sicher

„Maikel Sauer war unser Matchwinner!“, jubelte nicht nur Jürgen „Max“ Veith. Wie der Manager des
TTC Shakehands Frickenhausen, sahen es alle Zuschauer in der Sporthalle auf dem Berg – sogar die
Gäste vom TTC GW Bad Hamm. „Maikel hat uns das Spiel aus der Hand gerissen“, zog der Spielertrainer
der Gäste, Bernd Ahrens, sein Fazit. Die Hausherren hatten zuvor mit 6:4 ihren zweiten Saisonsieg in
der Zweiten Tischtennis-Bundesliga geholt und rangieren mit jetzt 5:5 Punkten weiterhin auf dem
siebten Tabellenplatz
In seiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann hatte er die Woche über ein strammes Programm:
„Verkaufsgespräche“ standen bei den Seminaren auf dem Plan. Und am Sonntag verkaufte sich der 21-
jährige Maikel Sauer dann selbst bestens: Mit zwei Siegen – den letzten gegen Hamms Bernd Ahrens
zum 6:4-Endstand – avancierte er zum Publikumsliebling und zum entscheidenden Mann für das Team
von Coach Derd Soos. „Ich hatte diese Woche nicht einmal die Gelegenheit zum Training“, blickte der
vom TTC Grenzau ins Neuffener Tal gewechselte Mannschaft-Europameister der Schüler 2011 auf die
vergangenen Tage zurück. „Deshalb habe ich einfach frei und locker aufgespielt“, kommentierte er
seine bravouröse Leistung bescheiden.
Vor allem das abschließende Match gegen den 36-jährigen Ahrens war ein Paradebeispiel von
Kampfkraft, Nervenstärke und einer gewissen Unbekümmertheit. 0:2 (7:11, 8:11) lag Maikel Sauer
zurück und es schien, als werde die Routine siegreich bleiben. Dann platzte der Knoten – Sauer schaffte
mit einem 11:2 im dritten Satz den Anschluss und glich mit einem 11:8 in Durchgang 4 aus. Die
Zuschauer tobten und feuerten den Frickenhausener lautstark an. Der machte nach einem 7:7 im
Entscheidungssatz über 9:7 mit 11:8 den Sack zu und bescherte seiner Mannschaft letztendlich den
6:4-Endstand. Total erschöpft, aber überglücklich nahm er die Gratulationen seiner Teamkameraden
und der Fans entgegen. „Unglaublich, wie tough er heute aufgetreten ist“, lobte „Max“ Veith, „auch in
seinem ersten Einzel gegen Henning Zeptner gewann er ja nach 0:1- und 1:2-Rückständen noch mit
3:2!“
Zweiter Erfolgsgarant für den TTC Shakehands Frickenhausen war Spitzenspieler Diogo Chen: Der
Portugiese gewann erstmals beide Einzel und zudem das Doppel an der Seite von Liang Qiu (3:0 gegen
Zeptner / Ahrens) und steuerte damit drei Zähler zum Sieg bei. „Die Zuschauer haben heute jedenfalls
eine Klasseleistung unserer Mannschaft gesehen und sind sicherlich zufrieden nachhause gegangen“,
befand Manager Veith. Und lobte das Publikum im selben Atemzug: „Wie die Fans vor allem am Ende
der Begegnung unsere Spieler gepusht haben, das war schon allein für einen Punkt gut.“
Ohne einen der Japaner, stellte sich der TTC Shakehands den Gästen, die allerdings ihren Spitzenmann,
den ehemaligen Frickenhausener Damien Eloi, ebenfalls nicht einsetzen konnten. „Er spielt nur in den
Heimspielen“, war aus dem Hammer Lager zu hören. Außerdem hatte Trainer Ahrens seine Nummer
4, Hermann Mühlbach, zu ersetzen, so dass er selbst an den Tisch trat. Gegen Konstantinos Angelakis
unterlag er mit 1:3, gegen Maikel Sauer musste er, wie geschildert, nach dessen 3:2-Sieg gratulieren.
„Wir sind schon ein bisschen enttäuscht, ein 5:5-Unentschieden wäre sicherlich nicht unverdient
gewesen.“
Doch am Ende jubelten die Gastgeber, und Coach Soos trat voller Hochachtung vor sein Team: „Ich
bedanke mich heute ausdrücklich bei der Mannschaft, das war ein super Auftritt!“ Das Schlusswort
sprach Ehrenpräsident Rolf Wohlhaupter-Hermann: „Hut ab vor Maikel Sauer, wenn der Ersatzmann
mit zwei Punkten zum Matchwinner wird, dann ist das einfach grandios!“
Am Samstag, 11. November, bestreitet der TTC Shakehands Frickenhausen seine nächste Partie, um
18 Uhr gastiert das Tälesteam dann beim Tabellenfünften TTC OE Bad Homburg.

TTC Shakehands Frickenhausen – TTC GW Bad Hamm 6:4
Chen / Qiu – Zeptner / Ahrens 3:0 (11:8, 12:10, 11:8); Angelakis / Sauer – Uda / Engemann 1:3 (11:9,
6:11, 8:11, 8:11); Diogo Chen – Gerrit Engemann 3:1 (12:10, 11:8, 5:11, 11:9); Liang Qiu – Yukiya Uda
0:3 (9:11, 5:11, 7:11); Konstantinos Angelakis – Bernd Ahrens 3:1 (6:11, 11:7, 12:10, 11:9); Maikel Sauer
– Henning Zeptner 3:2 (2:11, 11:8, 8:11, 11:9, 11:2); Diogo Chen – Yukiya Uda 3:0 (12:10, 16:14, 11:8);
Liang Qiu – Gerrit Engemann 0:3 (8:11, 8:11, 9:11); Konstantinos Angelakis – Henning Zeptner 1:3 (9:11,
9:11, 11:6, 8:11); Maikel Sauer – Bernd Ahrens 3:2 (7:11, 8:11, 11:2, 11:8, 11:8).