TTC Shakehands Frickenhausen feiert „endlich“ den ersten Heimsieg

„Endlich haben wir einen Heimsieg landen können, ich bin total happy!“ Sichtlich erleichtert und strahlend präsentierte sich Jürgen „Max“ Veith nach dem 6:3-Erfolg seines TTC Shakehands
Frickenhausen gegen den Tabellensechsten der Zweiten Tischtennis-Bundesliga TTC indeland Jülich am Sonntagabend in der Sporthalle auf dem Berg im Erich-Scherer-Zentrum Frickenhausen. „Das war eine Klasse-Mannschaftsleistung, zu der jeder einzelne Spieler beigetragen hat.“ Durch seinen Sieg zog das Tälesteam mit nunmehr 3:5 Punkten an seinem Gast vorbei und verdrängte die Jülicher auf Rang 8 – der TTC Shakehands ist jetzt Siebter.
„Ein bisschen enttäuscht“ war nach der Partie naturgemäß Jülichs Trainer Miroslav Broda. „Nach dem 1:1 in den Doppeln hatten wir schon gehofft, einen Punkt aus Frickenhausen mitnehmen zu können“, sagte der Tscheche. Der Knackpunkt für die Niederlage, so befand er, „ist wohl das 1:3 von Brian Afanador gegen Angelakis gewesen – er führte mit 1:0 nach dem ersten Satz und hatte im zweiten Durchgang Satzball, doch der Grieche drehte die Partie, als er durch das 12:10 ausglich.“ Dadurch habe der Puertorikaner „sein Konzept verloren und zu ängstlich gespielt – das 4:2 für Frickenhausen war aus meiner Sicht die Vorentscheidung.“ Konstantinos Angelakis hatte den 14:16-Satzverlust zum Auftakt gut weggesteckt und die Begegnung nach dem erwähnten 12:10 im zweiten Durchgang mit 11:7 und 11:8 nachhause gebracht. „Hut ab vor unserem Griechen“, schwärmte denn auch Manager „Max“ Veith, „der Abwehrer war heute eine richtige Wucht!“
In den Doppeln gewannen Liang Qiu und Hibiki Tazoe gegen Afanador/Khanin mit 3:1 und brachten
damit die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Doch Jülich glich aus, weil am Nebentisch Diogo Chen und Angelakis mit 2:3 gegen Allegro/Rasmussen unterlagen. Eine Punkteteilung gab es auch im vorderen Paarkreuz: Diogo Chen bezwang den ehemaligen Frickenhausener Tobias Rasmussen mit 3:1, während Liang Qiu nach einer umkämpften 2:3-Niederlage seinem Gegenüber Martin Allegro gratulieren musste.
„Heute hat sich gezeigt, dass wir ein ganz starkes zweites Paarkreuz haben“, freute sich Manager Veith. Der Japaner Tazoe und der Grieche Angelakis punkteten nach der Pause gegen Aliaksandr Khanin durch ein knappes 3:2 beziehungsweise mit einem 3:1 über Afanador. So führte Frickenhausen plötzlich mit 4:2, und die Mienen der Verantwortlichen wurden zunehmend entspannter. Präsident Erich Unger zollte seinem Team „hohe Anerkennung, sie haben super gekämpft – da muss man einfach zufrieden sein, obwohl wir sogar noch höher hätten gewinnen können“.
Im Spitzenspiel musste sich vor einer ordentlich gefüllten Zuschauertribüne Chen dem Belgier Martin Allegro mit 1:3 geschlagen geben, weil aber Liang Qiu endlich sein „Fünfter-Satz-Trauma“ (Jürgen Veith) ablegen konnte und Tobias Rasmussen mit 10:12, 11:7, 11:9, 3:11 und 11:5 niederhielt, hatten die Hausherren mit dem 5:3-Vorsprung bereits ein Unentschieden sicher. Anschließend stellte Hibiki Tazoe dann sogar den völlig verdienten 6:3-Sieg sicher, als er Afanador mit 11:7, 7:11, 11:9 und 11:8 bezwang. „Max“ Veith freute sich ganz besonders über Liang Qiu, „der als einziger Spieler die Doppelbelastung Tischtennis und Studium unter einen Hut bringen muss – sein Fünf-Satz-Sieg gegen Tobi Rasmussen war sehr, sehr wichtig für den Kopf“. Und der Manager gestand: „Der Zusammenhalt der Truppe macht richtig Spaß!“
Das nächste Spiel des TTC Shakehands Frickenhausen steht bereits am kommenden Sonntag,
29. Oktober 2017, auf dem Spielplan, dann erwarten Liang Qiu und Co. um 15 Uhr den Tabellenzweiten TTC GW Bad Hamm.

TTC Shakehands Frickenhausen – TTC indeland Jülich 6:3
Qiu / Tazoe – Afanador / Khanin 3:1 (11:8, 11:7, 3:11, 11:7); Chen / Angelakis – Allegro / Rasmussen 2:3 (11:8, 2:11, 11:7, 6:11, 5:11); Diogo Chen – Tobias Rasmussen 3:1 (12:10, 5:11, 11:5, 11:7); Liang Qiu – Martin Allegro 2:3 (11:7, 11:13, 10:12, 11:9, 9:11); Hibiki Tazoe – Aliaksandr Khanin 3:2 (11:4, 10:12, 6:11, 11:2, 11:8); Konstantinos Angelakis – Brian Afanador 3:1 (14:16, 12:10, 11:7, 11:8); Diogo Chen – Martin Allegro 1:3 (12:14, 11:6, 8:11, 10:12); Liang Qiu – Tobias Rasmussen 3:2 (10:12, 11:7,11:9, 3:11, 11:5); Hibiki Tazoe – Brian Afanador 3:1 (11:7, 7:11, 11:9, 11:8).