Finales Stelldichein der Baden-Württembergischen Topspieler vor der Sommerpause

Nach diversen Vorranglisten und Vorabqualifikationen war es am Sonntag im Damen- und Herrenbereich soweit: In Nattheim (Bezirk Ostalb) fand als letzter sportlicher Höhepunkt vor der Sommerpause das Baden-Württembergische Ranglistenturnier statt. Jeweils 24 Aktive ermittelten in einem herausfordernden Turnier die Qualifikant/innen für das TTBW-Ranglistenfinale, das wiederum Mitte September zur Austragung kommt.

Mittendrin statt nur dabei die „turniererprobte“ Kristin Timmann, die vom Verband einen Verfügungsplatz erhielt. Für sie war die Teilnahme bereits ein sehr großer Erfolg, den sie sich durch ein „Mega“-Turnier vor zwei Wochen in Stuttgart absolut verdient hatte. Konnte sie die dortige Leistung konservieren? Nur dann hätte sie eine Chance, die Vorrunde zu überstehen.

Das Los wollte es so, dass sie gleich am Anfang wieder gegen die 11jährige Annett Kaufmann (TTC Bietigheim-Bissingen) kam. Nach verschlafenem ersten Satz war Kristin auf einmal hellwach, führte mit 2:1 Sätzen und ein positiver Start stand ins Haus. Doch ihre Gegnerin spielte auf einmal fehlerfrei und nach vielen sehenswerten Ballwechseln musste sich Kristin mit 2:3 geschlagen geben. Für Kaufmann war es dann der Start nach Maß und sie gewann nach ihrem ersten Sieg gegen Kristin überhaupt ungeschlagen die Gruppe. Nach weiteren Niederlagen trotz vorzeigbarer Leistungen gegen die Drittligaspielerin Strese (VfL Sindelfingen) und Behringer (SV Dörlesberg, ebenfalls wie Kaufmann im Talentkader des DTTB) schien es so, als ob es ein „gebrauchter Tag“ werden würde.

Doch nachdem der Coach abgesprochenermaßen „auf die Tribüne verbannt“ wurde, lief es auf einmal. Gegen Laura Matthias (VSV Büchig, Badenliga) gewann Kristin sicher 3:1, verschenkte aber mal wieder den dritten Satz völlig unnötig. Aber da sie ja eigentlich schon ausgeschieden war, war es nicht weiter schlimm. Denkste! Im letzten Spiel zündete Kristin den Turbo und besiegte die Regionalligaspitzenspielerin Melanie Hug (DJK Offenburg) nach einem 5:9-Rückstand mit 11:9 im Entscheidungssatz. Dabei kreierte sie beim Stand von 8:9 im Fünften gleich einen neuen Schlag: auf einen halbhohen Rückschlag von Hug in die Tischmitte reagierte sie mit einem „Scheibenwischerschuss“, der voll saß. Hug stand eine Weile lang völlig verdutzt dar, schaute den Tischschiedsrichter an, der nur mit den Schultern zuckte und Kristin reckte beide Arme zum Himmel und „feierte“ diese Aktion. Die Folge: Hug machte noch zwei eher einfache Fehler und die Überraschung war perfekt.

Jetzt ging die Rechnerei los und leider sollte Kristin am Schluss wieder ein Satz zum Weiterkommen fehlen. Sie wurde Gruppenfünfte und belegte letztlich den geteilten 17. Platz. Aber sie scheint auf einem neuen Niveau angekommen zu sein, obwohl es nicht ganz an die Leistung von vor zwei Wochen heranreichte. Klasse Saisonabschluss.

Für die Erwachsenen ist somit Sommerpause, für die Jugend aber noch nicht. Am kommenden Wochenende darf Lea Lachenmayer in Viernheim bei der BaWü-Endrangliste (TOP 16) als topgesetzte Spielerin im U15-Wettbewerb noch einmal ran. Wir drücken ihr ganz fest die Daumen, dass sie sich für die Deutsche TOP 48-Rangliste im Herbst qualifiziert.